Die pfadfinderische Methode
Die Pfadfinderbewegung ist eine Jugendbewegung, die sich einer bestimmten Methode der Erziehung junger Menschen bedient. Hier sollen kurz die wesentlichsten Ziele beschrieben werden:
- Der Einzelne soll eine persönliche Beziehung zu Gott entwickeln
- Der Einzelne soll seine Veranlagungen und Fähigkeiten optimal entwickeln
- Der Einzelne soll lernen verantwortungsbewußt zu handeln
- Der Einzelne soll sich zu einem politisch denkenden und handelnden Menschen entwickeln
- Der Einzelne soll lernen Eigeninitiative zu entwickeln
- Der Einzelne soll ein Ich- und Gruppenbewußtsein entwickeln
- Der Einzelne soll erkennen, daß Frieden eine Grundbedingung seiner Existenz ist und soll sich in besonderer Weise dafür einsetzen
ähnliche Ziele verfolgen auch andere Jugendorganisationen. Das eigentlich Originelle der Pfadfinderbewegung liegt deshalb nicht so sehr in ihren Zielen als in ihrer erzieherischen Methode. Der Gründer der Pfadfinderbewegung Lord Baden-Powell spricht von der pfadfinderischen Methode als einem "System fortschreitender Selbsterziehung". |
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Dazu gehören im einzelnen:
Das Sippensystem
Die kleine überschaubare, feste Gruppe (Sippe) ermöglicht
die Berücksichtigung und Förderung der Eigenarten eines jeden Sippenmitglieds.
In ihr erlernt der/die einzelne Partnerschaft und soziale Verhaltensweisen.
Er/sie übernimmt verantwortlich Aufgaben und gewinnt durch ihre Erfüllung
Anerkennung und Selbstbewußtsein.
Gesetz und Versprechen
In Gesetz und Versprechen werden die
Grundlagen deutlich, denen wir uns als Pfadfinder(innen) verpflichtet fühlen.
Sie sind mehr als ein Appell an das "fairplay-Empfinden" der Kinder und
Jugendlichen. Sie sollen jedem Mitglied der Sippe eine Lebensorientierung geben
und beim Aufbau eines eigenen Wertesystems behilflich sein.
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Lernen durch Tun
Pfadfinderische Erziehung beruht auf der Einsicht, daß man durch Tun lernt, d.h. die pfadfinderische Pädagogik bedient sich hauptsächlich des Erlebnisses und der Selbstständigkeit, um bestimmte Lernvorgänge in Gang zu setzen. |
Das Spiel
Baden-Powell nennt die Pfadfinderbewegung ein großes Spiel. Durch den Spieltrieb werden wichtige Inhalte des menschlichen Zusammenlebens und der eigenen Persönlichkeitsentwicklung eingeübt.
Das Leben in der freien Natur
Fahrt und Lager ermöglichen eine gleichmäßige und gleichgewichtige Entwicklung von körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Außerdem werden viel eher Elementarerfahrungen wie Licht, Dunkelheit, Gewitter, Regen, Kälte, Feuer, Alleinsein, Freude Glück und Angstempfinden gewonnen, die für den Aufbau einer tieferen Gefühlswelt wichtig sind.
Zudem fordern Fahrt und Lager die Jugendlichen zu einem einfachen und sachgerechten Leben auf ("einfacher Lebensstil").
Die Übernahme von Verantwortung durch den Einzelnen
Gerade das System der kleinen Gruppe ist, wenn es funktionieren soll, darauf angewiesen, daß sich jeder engagiert, daß jeder Teile der Arbeit übernimmt und verantwortet. Die Sippe bietet so einen guten Rahmen, demokratische Verhaltensweisen und Engagement einzuüben, Tugenden, auf die ein funktionierendes Staatswesen unserer Prägung nicht verzichten kann. |
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Die Förderung der Neugier im Menschen
Bereits im Wort "Pfadfinder" steckt die Bedeutung von "Neues entdecken", "Grenzen überwinden", "neue Wege suchen". Deshalb muß die schöpferische Neugier bei uns Platz haben. Dabei ist allerdings zu bedenken, daß man neue Ufer nur von einem festen Ausgangsort aus gewinnen kann!
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