Daunenfüllung
Daunen sind jene kleinen weichen Federchen, die im Brustgefieder der Tiere
sind. Sie schützen die inneren Organe dort durch ihre vielen feinen Verästelungen, die
die Luft speichern. Die gespeicherte warme Luft ist nämlich ein sehr guter Isolator gegen Kälte.
Ebenso ist bei einem dicken Wollpullover, denn nicht die Wolle allein wärmt, sondern v.a.
die in der Wolle gespeicherte Luft, die vom Körper erwärmt wurde.
Daunen können maximal das 3-fache ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, bevor
sie substanziell an Quellkraft verlieren, dennoch sollten sie regelmäßig getrocknet
werden, damit sie nicht beschädigt werden. |

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Daunenschlafsack ist auch nicht gleich Daunenschlafsack. Jetzt kommt es noch auf das
richtige Mischungsverhältnis Daune/Federn an. Eine reine Daunenfüllung
ist nicht nur sehr teuer, es fehlt auch der benötigte Anteil von sog. Stützfedern
die dafür sorgen, dass die Füllung nicht zu sehr zusammengedrückt wird und danach wieder
leichter ihr ursprüngliches Volumen entfalten kann.
Die Fähigkeit nach dem Zusammendrücken wieder aufzuquellen wird allgemein als Loft
(Quellkraft) bezeichnet. Die Stützfedern unterstützen diese Quellkraft.
(Viel Quellkraft = mehr Volumen der Füllung = mehr eingeschlossene Luft, die den Körper
wärmt) |
Die Mischung muß also stimmen. Folgende werden empfohlen (Daune:Federn). Man sollte
aber darauf achten, dass das Mischungsverhältnis sich auf das Gewicht
der Füllung bezieht und nicht auf das Volumen der Daunen/Federn! Das ist nämlich lange nicht das
gleiche.
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Bei relativ trockener Witterung oder wenn die Möglichkeit besteht den
Schlafsack nach jeder Nacht ausreichend zu trocknen. Ein Schläfer gibt in der Nacht
zwischen 1/2 und 1 Liter Schweiß ab. Die feinen Daunen klumpen zusammen wenn sie feucht
sind, verlieren ihre Bauschfähigkeit (Loft) und damit schnell ihre Isolierwirkung.
Einziger Vorteil dieser Mischung: Man spart lediglich wenige Gramm Gewicht, die man
allerdings schnell wieder zurechnen darf, wenn die Daunen erstmal feucht sind. |
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Diese Mischung wird auch von Fachleuten empfohlen. Feuchtigkeit (Schweiß)
wird nicht so leicht aufgenommen und die Quellkraft der Füllung stimmt auch. Die Mischung
ist dabei immer noch wesentlich leichter als bei einem Kunstfaserschlafsack. |
Beachte also immer das Mischungsverhältnis, dass auf einem guten Schlafsack i.d.R.
angegeben ist. Dein Ausrüster wird Dir hier (wenn er Ahnung von seinen Produkten hat)
auch gerne Auskunft geben.
Dann noch die Frage ob Gänse- oder Entendaunen. Hier hat die
Erfahrung gezeigt, dass Gänsedaunen größer sind und besser quellen als
die der Ente. Man sollte also, wenn man schon das Geld ausgibt, Gänsedaunen verlangen.
Kommt die Gans noch dazu aus einer kalten Gegend, dann wärmen ihre Daunen besonders gut. |
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Die Qualität der Daune wird mit der Fillpower-Methode
bestimmt. Dadurch wird ihre Bauschfähigkeit und ihre Tragkraft bestimmt.
Dabei werden 28g
(1 Unze) einer Daunenmischung in einem Meßzylinder 24 Stunden lang zusammengepresst.
Anschließend wird das Volumen (in Inches) gemessen, auf das die Probe wieder aufquillt.
Gut ist das Bauschvermögen ab 550 Inches, ab 650 Inches ist es Superqualität.
Leider ist die Fillpower-Messung auf dem deutschen Markt noch keine
Vorschrift. Somit können auch Schlafsäcke mit Halbdaunenfüllung als Daunenschlafsäcke
bezeichnet werden, obwohl die Füllung zu 85% aus nicht bauschfähigen Federn besteht.
Eine weitere Füllung sind die Kunstfasern.
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