Zweiter Schritt: Der Temperaturbereich
Viele Leute schauen bei einem Schlafsack zuerst auf seine Wärmeleistung ohne
eigentlich zu wissen, was sie eigentlich brauchen. Die richtige Wärmeleistung ist aber sehr
wichtig für den geruhsamen Schlaf. Ist der Schlafsack zu warm kann es im Sommer schnell
zu Schweißausbrüchen kommen, ist er zu kalt (wenig Isoliereigenschaften/Loft) wird es bei Kälte
unangenehm
Überlege Dir also genau wofür Du den Schlafsack verwenden willst. Den
optimalen Schlafsack für alle Jahreszeiten gibt es nicht. Für den
Durchschnittspfadfinder empfehlen wir einen Schlafsack für drei Jahreszeiten (Frühling,
Sommer, Herbst). So wird es in der Sommernacht nicht zu warm und es bleiben noch ein paar
Reserven, wenn es auf Oster- oder Herbstlagern mal kühler wird. Für den Winter empfehlen
wir einen extra Winterschlafsack, in dem man auch tiefere Temperaturen
ohne Erfrierungen gut übersteht.
Wir entscheiden bei der Temperatur zunächst zwischen Komfortbereich und Extrembereich: |

|
Der Komfortbereich ist der Temperaturbereich, der einen angenehmen
Schlaf ermöglicht, d.h. man friert und schwitzt nicht. Häufig wird der Komfortbereich
vom Hersteller angegeben. Ein solche Angabe könnte z.B. so aussehen: 20°C/5°C (-10°C)
Die vorderen beiden Werte geben den Komfortbereich an, der Wert in Klammern ist der
Extrembereich.
Der Extrembereich eines Schlafsacks beginnt bei der Temperatur, bei der er
gerade noch stärkere Erfrierungen vermeiden kann, wenn man sich im Schlafsack noch warm
anzieht. Wenn man nicht gerade im tiefsten Winter oder auf hohen Bergen lagert ist diese
Angabe jedoch eher uninteressant.
Leider gehen die Hersteller sehr großzügig mit Temperaturangaben um.
Bei der Auswahl des Schlafsacks sollte man deshalb die Extremtemperatur-Angaben völlig
außer Betracht lassen und auch vom Komfortbereich noch zwei bis drei Grad abziehen. Damit
ist man dann normalerweise auf der sicheren Seite.
Merke: Ein Schlafsack wärmt nicht, er isoliert nur.
Es kommt beim angenehmen Schlaf aber auch viel auf den Menschen an. Manch einer friert eben
leichter als andere. Man sollte sich also selbst auch ein wenig einschätzen können.
Verschiedene weitere Faktoren beeinflussen zudem die
Kälteeinwirkung auf den Schlafenden.
Nun haben wir den benötigten Temperaturbereich des Schlafsacks schon mal grob
festgelegt.
Dritter Schritt: Welchen Außenbezug für den Schlafsack?.
|